So geht Reichweite 2026!
Jede Plattform hat ihre eigene Zielgruppe, ihr eigenes Publikum. Daher steht 2026 kein Social Media-Kanal per se auf der Abschussliste der Expert:innen.
Je nach Ziel werden Inhalte dort ausgespielt, wo sich die dafür richtigen Gruppen aufhalten. Instagram und TikTok stehen aber nach wie vor hoch im Kurs bei der „Gen Z“, die loyalste Fangemeinde hat Facebook.
Nicht zu unterschätzen: Pinterest und LinkedIn. Übrigens: Wer in anderen Gewässern fischen will, sollte die Geldbörse zücken, um gezielt neue Personen durch gesponserte Beiträge anzusprechen. Facebook nennen die Profis da als Geheimtipp.
Oder zumindest authentisch inszeniert. Perfekter Sound, perfekte Farben sind nebensächlich, wichtig ist Vertrauen und das gelingt durch Echtheit.
Denn: Im weststeirischen Dialekt des Baumarktverkäufers Erwin erkennen sich User:innen eher wieder als im Standard-Deutsch eines Schauspielers. Jedoch braucht es einen Plan dahinter, ganz spontan gelingt es ebenso wenig.
Guter Gradmesser: Den Leuten muss es gefallen – am besten in den ersten drei Sekunden. Da darf man schon auch mutig sein – und geduldig!
Zu steirisch: „Wenn i ka g’scheite Botschaft hab, dann lieber weniger Social Media machen.“
Für Pauschal-Poster:innen die schlechte Nachricht: ohne Strategie zu posten wird 2026 noch weniger funktionieren.
Es braucht eine Botschaft, einen Mehrwert, ein sinnvolles Angebot dahinter und eine Antwort auf: Wieso soll ich dem oder der bzw. denen vertrauen?
Wer Botschaften gut und glaubhaft verkauft, vergrößert die eigene Community – Reichweite und Einfluss inklusive.
Weshalb Unternehmen immer größere Deals mit Content Creator:innen machen: TikTok-Star Khaby Lame erhielt unlängst etwa fast eine Milliarde Euro für seinen KI-Zwilling. Sein Gesicht ist das Qualitätssiegel.
Spannend: Oft ist eine Fangemeinde so verbunden, dass ihre Mitglieder Konflikte mit unerwünschten Eindringlingen – etwa wegen unpassender Kommentare – selbst unter sich regeln. Als Unternehmen der Idealfall, ansonsten gilt für die Expert:innen: meine Seite, mein Raum. Nicht jede oder jeder muss dort Platz haben.
Gekonnt eingesetzt, hilft die Künstliche Intelligenz: Für das schnelle Erstellen von Produktfotos, um Logos zum Leben zu erwecken, um Dinge darzustellen, die sonst nicht möglich sind. Ebenso das Überzeichnen von Künstlicher Intelligenz in Videos funktioniert gerade sehr gut.
Vorsicht ist dann geboten, wenn KI-Versionen die eigentlich recht einfach abzubildende Realität nur ungenügend darstellen. User:innen haben dann das Gefühl, dass keine Mühe dahintersteckt und gepostete Inhalte können nach hinten los gehen. Die Finger davon lassen sollte man auch, wenn Emotionen und Erwartungen involviert sind: etwa wie bei Bild- und Videomaterial aus der eigenen Heimatstadt.







