Die vierte Dimension ist die, die im Budgetgespräch zählt.
Ohne System ist jede Anwendung ein Einzelfall: neu entwickelt, neu abgestimmt, im schlechtesten Fall neu bezahlt. Ein Inserat hier, eine Messewand dort, eine Präsentationsvorlage, die jemand schnell selbst gebaut hat. Jedes Mal beginnt die Abstimmung bei null, jedes Mal fällt Gestaltungsaufwand an. In der einzelnen Rechnung wirkt das überschaubar. Über Jahre summiert es sich zu einem beachtlichen Betrag.
Mit System werden bestehende Bausteine wiederverwendet, neu gruppiert und neu angewandt, statt jedes Mal neu erfunden. Das reduziert Entwicklungszeit und Produktionskosten spürbar. Und es macht euch beweglich: Taucht plötzlich ein neuer Kommunikationskanal auf, ist das mit einem starr kanalorientierten Regelwerk mühsam. Mit einem System, das über Brand Assets definiert ist, geht es deutlich leichter.
Genau deshalb lohnt es sich, dieses System einmal gründlich durchzudenken, statt es über Jahre nebenbei wachsen zu lassen. Ein Designsystem, das robust genug für viele Jahre und flexibel genug für neue Kanäle ist, entsteht nicht nebenher. Es braucht strategische Einordnung, gestalterische Konsequenz und jemanden, der beides zusammenbringt. Die Investition fällt einmal an, die Ersparnis läuft mit jedem Projekt weiter.
Euer Check: Wie oft muss bei euch etwas komplett neu gedacht werden?