Hartinger Consulting
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Weihnachtliche Besinnung

POLEN, ADVERTIVA

Die letzten Überarbeitungen an der Weihnachtskampagne waren gemacht und per Mail an den Kunden geschickt. Dominik blieb nun nichts weiter zu tun, als auf die Antwort des Kunden zu warten. Er atmete ruhig durch und hoffte, dass das, was das Team in letzter Minute zusammengestellt hatte, gut genug sein würde.

„Bis heute Abend?“ Karol, sein Kollege, steckte den Kopf zur Tür rein und sah ihn fragend an. Als er die Verwirrung in den Augen seines Freundes sah, fügte er hinzu: „Die Weihnachtsfeier? Das ist heute Abend!“ „Ich habe mich noch nicht entschieden“, antwortete Dominik ausweichend. „Ach, komm schon!“ Karol runzelte die Stirn und sah seinen Freund missbilligend an. „Ich habe für heute Abend schon andere Pläne. Ehrlich gesagt habe ich die Feier völlig vergessen.“ Krampfhaft suchte Dominik in seinem Kopf nach einer guten Ausrede. Er hoffte irgendwie aus dieser Verpflichtung raus zu kommen. „Mann, mach, was du willst. Aber ich garantiere dir, du wirst es nicht bereuen, wenn du kommst. Letztes Jahr hast du dich gedrückt, aber das solltest du heuer wirklich nicht“, seufzte er. „Du solltest auch mal was anderes tun. Die Arbeit ist doch nicht alles!“
Nach dieser, für Karol ungewöhnlich langen, Ansprache war es erst mal ein paar Augenblicke ruhig. Dann atmete Dominik durch und sagte, mehr um seinen Freund dazu zu bewegen, ihn in Ruhe zu lassen: „Ich denk darüber nach. Okay?“ Er seufzte erleichtert auf, als Karol den Raum verließ und er allein zurückblieb.

Dominik mochte Weihnachten nicht. Während alle aufgeregt und glücklich waren, waren seine Feiertage eher deprimierend. Außerdem fühlte er sich einsamer als sonst. Seit er kein Kind mehr war, hatte Weihnachten für ihn jede Bedeutung verloren und er stürzte sich lieber in Arbeit, um die Leere, die um und in ihm war, zu vergessen. Kerzenlicht, Weihnachtsmänner und Christbäume hatten keinen Platz mehr in seiner Welt. Das E-Mail seines Kunden riss ihn aus seinen Gedanken. Es sah so aus, als hätte er seinen letzten großen Auftrag in diesem Jahr abgeschlossen. Karols Worte klangen ihm in den Ohren, und auch wenn er nicht wusste, was es war, so hatte er plötzlich doch das Gefühl, dass er zu dieser Feier gehen sollte. Auch wenn er keine Lust hatte, es ging ja auch ums Team. Sie zählten auf ihn und schließlich war das alles für ihn viel mehr, als einfach nur eine Firma. Am Weg nach Hause kamen ihm Bilder vergangener Weihnachten in den Sinn. Die letzten Jahre war er zu seiner Familie gefahren. Nicht um gemeinsam zu feiern oder wegen irgendwelcher Traditionen. Er lieferte einfach seine Geschenke ab, saß die Zeit ab und war dann froh wieder nach Hause zu kommen. Nur eine Verpflichtung. Dennoch: Er beschloss zur Weihnachtsfeier des Teams zu gehen.

Als er das Haus betrat, nahm ihn die feierliche Stimmung sofort gefangen. Es gab einen Weihnachtsbaum, Lichter, kitschige Deko und im Hintergrund spielten Weihnachtslieder. Es gab reichlich Essen und Trinken auf dem Tisch. Dominik kam zu spät. Die offiziellen Ansprachen waren schon vorüber und seine Kollegen saßen entspannt um den Tisch, aßen und lachten über die Geschichten, die sie sich erzählten.
Schlagartig wurde ihm klar, dass es das war, was Weihnachten ausmachte. Gemeinsam Freude erleben. Darum ging es. Nicht um Geschenke, nicht um Traditionen. Glück zuzulassen und es mit anderen zu teilen. Innehalten und den Augenblick genießen. Nicht der Arbeit, dem Geld oder seinen Träumen nachzujagen, sondern einfach den Moment zu leben. Ohne Druck.

 

Dieser Beitrag kommt von der CommUnity International Partner-Agentur:

ADVERTIVA

Polen, Warschau
www.advertiva.pl

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