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Das kleine Mädchen und die Winterwirbelstürme

ACTIVE GROUP, BULGARIEN

Es war vor langer Zeit, da beschloss die böse Winterhexe den Frühling zu verhindern. Sie versteckte die Sonne und bedeckte alles mit Schnee. So erwachten die Menschen eines Tages und fanden ihre Häuser unter Schnee begraben. In einem kleinen Bergdorf beschloss man, jemanden auf den Berggipfel zu schicken, wo der gute Zauberer Väterchen Frost lebte, um ihn um Hilfe zu bitten. Aber es fand sich niemand, der freiwillig gehen wollte.

„Ich bin bereit“, sagte ein alter Mann. „Aber ich fürchte, ich bin zu alt.“
„Großvater, ich werde gehen!“, sagte seine kleine Enkelin.
„Nein! Du bist zu zart!“
„Ich habe keine Angst! Meine Füße sind stark!“
„Aber du wirst erfrieren!“
„Ich habe ein warmes Herz.“
„Geh“, sagte der alte Mann. „Ich vertraue deinem Herzen.“

Also ging sie los. Bald sah sie den Berggipfel vor sich. Da erwachten plötzlich die Wirbelstürme: „Wer wagt es unsere Ruhe zu stören?“ Sie fingen an, um das Mädchen herumzuwirbeln. Aber sie ging tapfer weiter, und so riefen die Wirbelstürme ihre Mutter um Hilfe. Ihre Mutter war die Winterhexe. Sie sagte: „Wenn ihr sie nicht mit Gewalt vertreiben könnt, dann versucht es anders. Wir sollten nett und höflich zu ihr sein, damit sie uns vertraut.“ Also ließen die Wirbelstürme von ihr ab und verzogen sich.

Die frostige Winterhexe erschien vor dem Mädchen in der Gestalt einer schönen Frau. „Träume ich?“, dachte das Mädchen. „Diese Frau hat das Gesicht meiner Mutter und ich kann ihre Stimme hören! Ich muss mich ausruhen …“  Das kleine Mädchen setzte sich hin und schloss die Augen. Die Winterhexe triumphierte und flüsterte: „Schlafe für immer!“ Das kleine Mädchen schlief ein und langsam erstarrte es.

Plötzlich bewegte sich etwas im Schnee neben ihr. Es war eine kleine Maus. Und gleich darauf guckten viele Mäuse aus dem Schnee heraus. Sie rannten zu dem Mädchen und begannen, ihr die Füße zu massieren. Aber die Mäuse waren zu klein, also riefen sie die Hasen um Hilfe. Die Tiere wärmten sie und bald öffnete sie ihre Augen. Sie erzählte den Tieren, warum sie hier war. „Wir kommen mit dir!“, riefen die Tiere.

Schließlich standen sie vor dem Tor von Väterchen Frost. Sie klopften, doch niemand antwortete – also traten sie ein. Väterchen Frost schlief. Er öffnete seine Augen und lächelte: „Was ist denn, kleine Freunde?“ Da erzählte ihm das Mädchen alles, was geschehen war.

„Ich habe geschlafen, während die Winterhexe versucht hat, den Frühling aufzuhalten? Danke, dass ihr mich geweckt habt!“ Dann stieß er einen langen Pfiff aus und sogleich kam die Sonne hervor und der Schnee begann zu schmelzen.

Der Rückweg war viel einfacher. Als sie im Dorf ankam, jubelten alle und feierten das tapfere kleine Mädchen.

Dieser Beitrag kommt von der CommUnity International Partner-Agentur:

Active Group

Bulgarien, Sofia
www.activegroup.bg

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