Hartinger Consulting
de en
Blog Category

Digitale
Kommunikation

Blog Category
2. September 2013
F. Wonisch

Online – Offline – Everywhere

Der gläserne Mensch, der digitale Kunde. Beides ist Wahrheit geworden. Gesellschaftlich gesehen vielleicht ein wenig bedenklich; wirtschaftlich gesehen eine noch nie dagewesene Chance. Customer Journey sagen die Marketer und Kommunikatoren der Jetzt-Zeit. Andere reden von Touchpoint-Design. Aber worum geht es da wirklich?

Was wir nicht wollen: Multiple Persönlichkeit

Hinter all den vielen neuen Fachbegriffen steckt nicht mehr und nicht weniger als gute alte Markenlehre. Schon ganz früh haben die Altvorderen des Brandings erkannt, dass sich ein Unternehmen, eine Institution bzw. eine Marke so verhalten muss, wie ein vertrauen-erweckender Mensch. Sympathisch, konstant, erwartbar (und nicht anders).
Und mit jedem neuen Medienkanal der entstand, wurde die Aufgabe für die Markenverantwortlichen komplexer. Es galt (und gilt) ständig mehr Kanäle mit der durchgängig selben Botschaft – aber dennoch nicht langweilig – zu bespielen.
In Zeiten der klassischen Medien war das schon nicht einfach. In den Zeiten des ersten (und des zweiten) Internetbooms war es noch schwieriger und ganz vielen Verantwortlichen (und auch Agenturen) fehlte wohl das Verständnis für die neuen Medien und die Konsequenz NICHT den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Wunderwelt zu verfallen.

Das gute Gefühl im Bauch

Doch gerade jetzt und heute – in der Dekade der völligen Informationsüberlastung in der unsere Wahrnehmung und unsere Gehirne einem Ansturm von Reizen ausgesetzt sind und Selektion die Hauptaufgabe zu sein scheint; genau hier gibt es Chancen sich zu differenzieren. Genau hier können Marken dafür sorgen mehr als ein Erkennungszeichen zu sein, mehr als bloß ein (schönes) Logo. Es geht darum ein „gutes Gefühl im Bauch der KundInnen“ zu werden. Das predigen zahlreiche Brandingexperten – dem schließe ich mich an.Und dieses gute Gefühl im Bauch, das kann mannigfaltig erzeugt werden – mit verschiedensten Mitteln, auf unterschiedlichsten Kanälen.
Und vor allem: dank unterschiedlichster Kanäle.

Was wir schon wollen: Multiple Kanalstrategien

Nun ist natürlich nicht jedes Unternehmen, nicht jede Marke und schon gar nicht jedes Budget dazu angetan eine „echte“ Multichannel-Marketing-Strategie zu entwickeln. Doch zeigen zahlreiche Beispiele, dass die Verknüpfung von Offline- und Online-Angeboten schon viel dazu beitragen können, dass aus Interessentinnen auch Kundinnen werden. Und dazu muss man nicht zwangsläufig einen Online-Shop betreiben – man muss lediglich (aber hierin liegt wohl auch die Kunst) „Berührungspunkte“ schaffen. Den Menschen eine Chance geben mit einer Marke interagieren zu können und sich dabei dieses gute Gefühl im Bauch zu erarbeiten.

Das nennen die Experten (vor allem die Online-Experten) „earned“ – also verdient. Meist wird hierbei über „content“ gesprochen.
Was es hiermit auf sich hat; darüber schreib ich beim nächsten Mal.

(Als kl. Input zum Paradigmenwechsel in der Kundenwelt – anbei eine empfehlenswerte Studie – zum Download für Sie)
Multichannel-Report

Bild-Quelle: fotolia.de

Back to Top